Samsung stellt seine Messages-App ein und setzt auf Google Messages
TL;DR
Samsung stellt seine eigene Messages-App offiziell im Juli 2026 ein und hat bereits eine 'End of Service Announcement' auf seiner Website veröffentlicht.
Key Points
- Nutzer werden aufgefordert, auf Google Messages umzusteigen – die App wird zur neuen Standard-Messaging-Lösung auf Galaxy-Geräten.
- Google Messages bringt RCS-Unterstützung mit: Hochauflösende Medien, Gruppen-Chats und Echtzeit-Tipp-Indikatoren funktionieren plattformübergreifend.
- Gemini-KI ist in Google Messages integriert und erlaubt unter anderem das Remixen von Fotos direkt im Chat.
- Geräteübergreifendes Wechseln zwischen Smartphone, Tablet und Smartwatch wird mit Google Messages einfacher.
Nauti's Take
Samsung macht hier konsequent das, was viele Android-Hersteller seit Jahren heimlich tun: sich aus der App-Entwicklung zurückziehen und auf Googles Ökosystem setzen. Bleibt die Frage, warum Samsung überhaupt so lange an einer eigenen Messaging-App festgehalten hat – die war selten die erste Wahl.
Der eigentliche Gewinner ist Google, das jetzt Milliarden Samsung-Nutzer direkt in seine KI-Dienste über Gemini einbinden kann. Für Nutzer ist der Wechsel vermutlich schmerzlos, für Samsungs Software-Ambitionen aber ein weiterer Rückzug.
Hintergrund
Samsung gibt damit die letzte eigene Kontrolle über eine zentrale Kommunikations-App auf und übergibt sie vollständig an Google. Das ist kein kleiner Schritt: Messaging ist der meistgenutzte Anwendungsfall auf Smartphones überhaupt. Für Nutzer bedeutet der Wechsel mehr Funktionen durch RCS und Gemini-KI, aber auch weniger Samsung-spezifische Anpassungsmöglichkeiten.
Langfristig festigt Google damit seine Stellung als Softwarekern des Android-Ökosystems – auch auf Samsungs eigenem Hardware.