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Google lässt die Gründerväter mit Gemini an der Unabhängigkeitserklärung schrauben

TL;DR

Google bewirbt Workspace mit einem Werbeclip, in dem die US-Gründerväter 1776 mit Google Docs, Meet und Gemini an der Declaration of Independence arbeiten. Im Spot fotografiert Thomas Jefferson einen Entwurf, lässt ihn per KI in ein Google Doc übertragen, während Ben Franklin und John Adams per Vorschlagsmodus editieren. Gemini plant ein Meeting, schreibt Notizen in Google Meet und soll am Ende sogar entscheiden helfen, ob King George III Bearbeitungszugriff bekommt. The Verge nennt den Clip peinlich und PR-lastig.

Nauti's Take

Google trifft hier nicht den Nerv der Zeit, sondern einen ziemlich empfindlichen Punkt: KI-Marketing tut oft so, als sei jede wichtige Leistung nur ein schlecht optimierter Workflow. Bei Büroarbeit kann Gemini nützlich sein, aber die Unabhängigkeitserklärung als Workspace-Case-Study zu behandeln, wirkt taub.

Gute KI-Werbung müsste zeigen, wo Menschen bessere Entscheidungen treffen, statt historische Verantwortung in Meeting-Notizen und Zugriffrechte zu pressen.

Einordnunganzeigen

Der Spot zeigt, wie aggressiv Big Tech KI als universellen Helfer für jede Form von Arbeit verkaufen will, selbst für historisch und politisch aufgeladene Momente. Genau da kippt die Botschaft: Aus Kollaboration wird eine Produktdemo, aus Autorenschaft ein Feature-Set. Für Nutzer ist die eigentliche Frage, wo KI echte Reibung löst und wo sie nur menschliche Arbeit kosmetisch übermalt.

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