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Was bedeutet das Verschwinden eines 100 Milliarden-Dollar-Deals für die KI-Wirtschaft?

TL;DR

Der im September 2024 angekündigte 100-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Nvidia und OpenAI scheint geplatzt zu sein – das wirft grundlegende Fragen über die Finanzierung der KI-Branche auf.

Key Points

  • Die Vereinbarung war zirkulär angelegt: Nvidia hätte OpenAI finanziert, das Geld wäre größtenteils als Chip-Käufe zurückgeflossen
  • Der Kollaps offenbart die Fragilität des aktuellen KI-Finanzierungsmodells, das stark auf gegenseitige Abhängigkeiten großer Tech-Konzerne setzt
  • Ungeklärt bleibt, wer die enormen Infrastrukturkosten der KI-Expansion künftig tragen soll – Investoren, Cloud-Anbieter oder die Endnutzer

Nauti's Take

Ein 100-Milliarden-Deal, der im Kern bedeutet 'Ich gebe dir Geld, damit du es mir zurückgibst', war schon immer Potemkin-Kapitalismus. Dass er jetzt wackelt, ist weniger überraschend als die Tatsache, dass er überhaupt ernst genommen wurde.

Die KI-Branche hat sich an eine Finanzierungslogik gewöhnt, bei der Bewertungen wichtiger sind als Geschäftsmodelle. Wenn Nvidia und OpenAI nicht mehr gemeinsame Sache machen, stellt sich die Frage: Wer zahlt wirklich für die nächste Generation Rechenzentren?

Venture Capital allein wird es nicht stemmen, und Endkunden sehen bisher kaum Produkte, die diese Summen rechtfertigen. Vielleicht ist das Wackeln ein heilsamer Reality Check.

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