UK kippt KI-Urheberrechtsplan nach Protest der Kreativbranche
TL;DR
Die britische Regierung hat ihre bisherige Position zum KI-Urheberrecht aufgegeben – nach massivem Widerstand aus der Kreativbranche.
Key Points
- Ein geplantes Datenschutzgesetz hätte es KI-Firmen wie Google und OpenAI erlaubt, urheberrechtlich geschütztes Material ohne Zustimmung für Training zu nutzen – mit einer bloßen Opt-out-Möglichkeit für Rechteinhaber.
- Technologieministerin Liz Kendall erklärte: 'Wir haben zugehört.' Die Regierung hat nun 'keine bevorzugte Option' mehr, wie sie das Problem lösen will.
- UK Music-CEO Tom Kiehl bezeichnete den Rückzieher als 'großen Sieg' und kündigte Zusammenarbeit mit der Regierung bei den nächsten Schritten an.
Nauti's Take
'Wir haben zugehört' klingt gut, bedeutet aber konkret: Die Regierung weiß selbst nicht, was sie will. Das ist kein Politikwechsel, das ist Politikvermeidung.
Für Kreative ist es ein Atemzug – aber kein Sieg, solange keine klare Regelung folgt. Die KI-Konzerne sitzen derweil auf riesigen Trainingsdatensätzen, die bereits existieren, und warten einfach ab.
Wer glaubt, die Lobby von Google und OpenAI lehnt sich jetzt entspannt zurück, unterschätzt das Spiel.