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Open Source frisst Token, Claude kassiert weiter

TL;DR

Die These: Frontier-Modelle wie Anthropic bleiben in der teuren Entdeckungsphase stark, während offene oder günstigere Modelle reifere Workflows in Produktion übernehmen. Vercels AI-Gateway-Zahlen vom 8. Juli zeigen die Spaltung: DeepSeek führt beim Token-Volumen mit 34,8 Prozent, Anthropic hält aber 57,1 Prozent des Spend-Anteils. OpenRouter zeichnet ein ähnliches Bild: DeepSeek V4 Flash verarbeitet deutlich mehr Tokens als Opus 4.8, ist pro Million Tokens aber viel günstiger.

Nauti's Take

Das ist kein Sieg der offenen Modelle gegen Anthropic, sondern ein Routing-Problem. Wer AI ernsthaft betreibt, sollte Workflows nach Risiko, Qualitätsbedarf und Kosten sortieren, nicht nach Lieblingsanbieter.

Für Anthropic ist die Lage bequem, aber nicht ungefährlich: Wenn offene Modelle schneller in anspruchsvolle Aufgaben hineinwachsen, schrumpft die Premium-Zone. Der aktuelle Vorsprung ist real, aber er ist gemietet, nicht gekauft.

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Für Teams heißt das: Die Modellfrage wird weniger religiös und mehr betriebswirtschaftlich. Man testet neue, unsichere Aufgaben mit teuren Top-Modellen und verschiebt stabile Routinen später auf günstigere Modelle. Anthropic verliert dadurch nicht automatisch Umsatz, solange immer neue Aufgaben in die Premium-Schicht nachrücken.

Quellen