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Open Source frisst Token, Claude kassiert weiter

TL;DR

TechCrunch beschreibt keinen direkten Kannibalisierungseffekt: Open-Source-Modelle übernehmen reifere, günstigere Produktions-Workloads, während Frontier-Modelle weiter für neue, unsichere Use Cases genutzt werden. Auf Vercels AI-Gateway verarbeitet DeepSeek laut Artikel zuletzt etwas mehr als ein Drittel der Tokens; beim Spend liegt Anthropic dort trotzdem weiter bei über der Hälfte.

Nauti's Take

Das ist eine unbequeme, aber realistische Marktlogik: Open Source frisst zuerst die Routine, nicht zwingend die Marge. Anthropic kann damit leben, solange Teams Claude für die schwierigen, riskanten oder noch unklaren Aufgaben buchen.

Der Kipppunkt kommt, wenn offene Modelle nicht nur billiger, sondern auch gut genug für die Discovery-Phase werden. Dann wird aus Koexistenz echter Preisdruck.

Einordnunganzeigen

Der spannende Punkt ist nicht, ob Open Source besser wird, sondern welche Wertschicht es angreift. Wenn Unternehmen günstige Modelle erst nach der Validierung einsetzen, bleiben Frontier-Anbieter die teure Experimentier- und Discovery-Schicht. Das schützt Anthropic kurzfristig, macht die Abhängigkeit von immer neuen High-End-Use-Cases aber größer.

Quellen