Microsoft-Manager nannte AI-Scraping den größten Arbeitsdiebstahl der Geschichte
TL;DR
Die New York Times hat im Urheberrechtsstreit gegen Microsoft und OpenAI neue Schriftsätze eingereicht und beantragt ein Urteil ohne Prozess per Summary Judgment. Die Dokumente zeigen brisante interne Aussagen: Ein Microsoft-Direktor nannte AI-Scraping Anfang 2023 möglicherweise den „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“. Bei OpenAI hieß es intern, ChatGPT sei eine existenzielle Bedrohung für Verlage. Die Klage läuft seit fast drei Jahren, eine Entscheidung wird erst 2027 erwartet.
Nauti's Take
Für Verlage ist das Rückenwind und eine Chance: Interne Aussagen von Microsoft und OpenAI stützen genau das Argument, dass ChatGPT Journalismus ersetzt, und das kann Lizenzdeals auf eine fairere Basis stellen. Ob es juristisch reicht, ist offen, denn Fair Use hängt an der konkreten Nutzung, und ein Urteil wird erst 2027 erwartet.
Wer AI-Produkte auf fremden Inhalten aufbaut, sollte das Risiko teurer Lizenzpflichten jetzt einplanen.