2 / 1526

Marken werben mit KI-Influencern ohne klare Kennzeichnung

TL;DR

Eine Guardian-Recherche zeigt: Marken setzen auf Social Media zunehmend AI-generierte Influencer ein, die wie echte Kundinnen oder Kunden wirken, ohne klar als künstlich markiert zu sein. Genannt werden unter anderem Instagram-Beispiele rund um Once, Maket und Ashle. Teilweise geht es um scheinbare Hochzeits-, Interior- oder Mode-Erfahrungen, also genau die Art Content, die nach authentischem UGC aussehen soll.

Nauti's Take

Das ist der nächste Vertrauensbruch im Performance-Marketing: Erst wurde Authentizität zur Werbeform, jetzt wird sie automatisiert. Wer AI-Influencer nutzt, sollte das klar markieren, Punkt.

Alles andere ist kein kreativer Test, sondern bewusstes Ausnutzen einer Wahrnehmungslücke. Besonders schwach ist das NDA-Argument: Wenn die Produktion nur funktioniert, solange niemand wissen darf, wie sie entstanden ist, ist das kein Transparenzproblem, sondern ein Geschäftsmodellproblem.

Einordnunganzeigen

Das Problem ist nicht, dass Marken mit AI experimentieren. Das Problem ist, dass Werbung gezielt die Sprache echter Kundenerfahrungen imitiert, während die Person, die angeblich etwas erlebt hat, nie existierte. Damit kippt UGC von sozialem Beweis in synthetische Kulisse.

Regulierung, Plattformregeln und Werbekennzeichnung hängen dieser Praxis sichtbar hinterher.

Quellen