Lloyds Bank soll die menschlichen Kosten ihrer AI-Einsparungen offenlegen
TL;DR
Ein Leserbrief im Guardian nimmt Lloyds Banks angekündigte Einsparungen von 2 Milliarden Pfund durch eine AI-Strategie zum Anlass für eine unbequeme Frage: Wer trägt die Arbeit, wenn Automatisierung Fehler macht? Banken messen häufig die gesparte Zeit der direkten Nutzer. Unberücksichtigt bleiben oft Prüfungen erfundener Fakten, Korrekturen von Kundennachrichten, Erklärungen abgelehnter Anträge und Eskalationen.
Nauti's Take
Der Leserbrief liefert kleinen Teams eine brauchbare Messgröße: Wer die Fehlernacharbeit mitzählt, bekommt zum ersten Mal eine ehrliche ROI-Zahl für AI-Pilotprojekte statt einer geschönten Zeitersparnis. Das Risiko liegt in der Erhebung selbst, denn Prüfzeit, Korrekturen und Eskalationen fallen in anderen Abteilungen an und tauchen in keinem Pilot-Dashboard auf.
Wer AI in Kundenprozesse bringt, erfasst diese Kosten pro Vorgang mit. Wer nur die Zeitersparnis reportet, verkauft sich selbst ein Ergebnis.