Brown-Professor stellt Prüfung wegen AI-Verdacht wieder auf Präsenz um
TL;DR
An der Brown University stellte Wirtschaftsprofessor Roberto Serrano nach einem Take-home-Midterm auf Präsenzprüfung um, weil die Ergebnisse auffällig hoch waren. Der Kurs hatte 86 Einschreibungen statt der üblichen rund 30. Der Midterm-Schnitt lag bei 96 Prozent, historisch waren in diesem Kurs 65 bis 80 Prozent üblich.
Nauti's Take
Das ist weniger eine Story über ein paar faule Studierende als ein Stresstest für Hochschulen. Wenn ein Midterm plötzlich bei 96 Prozent landet und die Präsenzprüfung auf 48,6 Prozent fällt, ist das Bewertungssystem kaputt, egal wie viele Einzelfälle später formal nachgewiesen werden.
KI-Detektoren werden das nicht retten. Prüfungen brauchen wieder Aufgaben, Kontext und Formate, bei denen Denken sichtbar wird.
Einordnunganzeigen
Der Fall zeigt, wie schnell Take-home-Prüfungen durch generative KI ihren Aussagewert verlieren können, wenn Aufgaben nicht auf überprüfbare Eigenleistung ausgelegt sind. Gleichzeitig ist es kein sauberer Beweis für individuelles Fehlverhalten: Die Universität muss Fairness, Belege und Verfahren gegen den offensichtlichen Skaleneffekt abwägen.