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Show HN: ApplyAssists – AI-Resume-Builder nach Googles XYZ-Formel

TL;DR

Daniel aus Rumänien hat ApplyAssists gebaut, weil die gängigen AI-Resume-Builder nur auf ATS-Scores und Templates optimieren – und ihm trotzdem nur Absagen eingebracht haben. Sein Tool setzt stattdessen auf die Google-XYZ-Formel, die Ex-Google-Recruiterin Farah Sharghi bekannt gemacht hat, plus Eye-Tracking-Studien: Recruiter schauen sich einen Lebenslauf im Schnitt nur rund 6 Sekunden an. Als Datenbasis hat er ein NotebookLM mit erfolgreichen Lebensläufen gefüttert und zusätzlich Recruiter interviewt.

Nauti's Take

Spannend an ApplyAssists ist der Perspektivwechsel: Nicht der Filter-Algorithmus entscheidet, sondern der flüchtige Blick eines Menschen. Der Haken: Die zugrunde liegende Formel ist frei verfügbar, und sobald alle Bewerbungen nach demselben Schema klingen, verpufft der Vorteil wieder.

Wer messbare Erfolge vorzuweisen hat, gewinnt hier ein solides Werkzeug – wer auf Struktur statt Substanz hofft, sollte vorsichtig sein.

Einordnunganzeigen

Der Fall steht für eine breitere Verschiebung im Bewerbungsmarkt: Solange beide Seiten auf ATS-Keywords optimierten, war das Rennen ein Wettrüsten zwischen Filtern. Verlagert sich der Fokus auf die sechs Sekunden menschlicher Aufmerksamkeit, zählen wieder belegbare Ergebnisse statt Wortlisten. Für Selbstständige und Wechselwillige heißt das vor allem: Zahlen und Wirkung dokumentieren, unabhängig davon, welches Tool am Ende die Formulierung übernimmt.

Quellen