Antiquariate in UK und Irland vermuten AI-Firmen hinter Massenbestellungen
TL;DR
Buchhändler in Großbritannien und Irland melden auffällige Massenbestellungen von anonymen Käufern aus den USA, Kanada und Europa. Der Verdacht: AI-Firmen kaufen die Bestände auf, um sie zu scannen und als Trainingsdaten zu nutzen. Ähnliche Muster berichten Händler aus den USA, Australien und Kontinentaleuropa. Hintergrund ist der bekannt gewordene Fall Anthropic, das Millionen für Bücher ausgegeben hat, um sie für die Datenbeschaffung zu digitalisieren.
Nauti's Take
Wenn AI-Firmen ganze Antiquariatsbestände aufkaufen, ist das für kleine Buchhändler kurzfristig eine echte Chance: unerwarteter Umsatz und ein Beleg dafür, wie wertvoll gedruckte Texte als Trainingsdaten geworden sind. Das Problem liegt daneben.
Die Käufer bleiben anonym, die Bücher werden zerschnitten und gescannt, und die Autorinnen und Autoren sehen von dem Geld nichts. Wer Bücher verkauft, profitiert.
Wer Bücher schreibt, sollte die Frage nach Vergütung jetzt lauter stellen.