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AI verändert, wie wir schreiben und sprechen

TL;DR

Eine Studie der University of Southern California zeigt: Seit dem ChatGPT-Launch hat die Vielfalt im Schreibstil in wissenschaftlichen Journals, Lokalnews und Social Media deutlich abgenommen. Forscher des Max-Planck-Instituts haben über 740'000 Stunden Audio analysiert und festgestellt, dass typische ChatGPT-Wörter wie „delve" oder „meticulous" auch im Alltag häufiger vorkommen. Die Sprache wird standardisierter und vorhersehbarer — selbst bei Menschen, die AI gar nicht aktiv nutzen.

Nauti's Take

Spannend an der Studie: Endlich harte Daten, die zeigen, wie schnell AI-Sprachmuster in den Alltag durchsickern — wertvoll für Pädagogik, Linguistik und alle, die ihren eigenen Stil bewusst pflegen wollen. Der Haken: Wenn die sprachliche Vielfalt schrumpft, verarmt auch das Denken, das davon getragen wird — und wer AI gar nicht nutzt, wird trotzdem mitstandardisiert.

Wer beruflich schreibt oder lehrt, sollte den eigenen Stil aktiv schützen; Gelegenheits-User dürfen den Effekt entspannt sehen.

Quellen