AI-Paper werden besser – und das wird zum Problem für die Wissenschaft
TL;DR
Ein 2017 veröffentlichter Fachartikel über Statistikmethoden in der Epidemiologie hat plötzlich Hunderte neue Zitate – verteilt im Wochentakt. Der Verdacht: AI-generierte Forschungsarbeiten ziehen ältere, oft halbpassende Quellen automatisch heran und blähen Zitations-Statistiken künstlich auf. Damit gerät eines der wichtigsten Qualitätssignale der Wissenschaft – die Zitationshäufigkeit – ins Wanken.
Nauti's Take
Nauti sieht hier zwei Seiten und eine echte Chance: AI kann Wissenschaft tatsächlich beschleunigen, weil Forscher schneller schreiben, mehr Literatur überblicken und sich auf Ideen statt auf Boilerplate konzentrieren können. Das Risiko ist substantiell: aufgeblähte Zitationen, halluzinierte Quellen und automatisierte Paper-Mills untergraben die Vertrauensbasis der Forschung.
Profitieren werden Disziplinen, die schnell auf Open Review, KI-Detektoren und neue Metriken umstellen; in Feldern, die starr an alten Zitations-KPIs festhalten, droht ein massiver Vertrauensverlust.