We don’t need AI videos of fake animals. There are real ones out there and they’re really cute | Rebecca Shaw

TL;DR

Rebecca Shaw kritisiert im Guardian den Boom generativer KI, besonders KI-Videos mit erfundenen süßen Tieren. Für sie sind solche Clips keine harmlose Spielerei, sondern Teil einer größeren Entwertung echter Kreativität. Shaw nennt als zentrale Probleme den Wasser- und Energiebedarf großer Rechenzentren, die Nutzung für triviale Aufgaben und die wachsende Bereitschaft, Maschinen Denken, Schreiben und Staunen zu überlassen.

Nauti's Take

Shaws Text ist polemisch, aber der Kern sitzt: Nicht jede KI-Nutzung muss gesellschaftlich wichtig wirken, nur weil sie technisch möglich ist. Fake-Tierclips sind ein gutes Beispiel für KI-Slop mit hohem Verdrängungseffekt: wenig Nutzen, viel Misstrauen, echte Freude wird mitkontaminiert.

Die stärkere Frage lautet nicht, ob KI süße Tiere rendern kann, sondern warum Plattformen diesen synthetischen Füllstoff überhaupt so aggressiv belohnen.

Einordnunganzeigen

Der Text trifft einen wunden Punkt jenseits der üblichen KI-Debatte über Jobs und Copyright: Vertrauen. Wenn generative Medien den Standardverdacht erzeugen, wird nicht nur Fake-Content billiger, sondern auch echter Content weniger wirksam. Für Publisher, Creator und Plattformen heißt das: Authentizität wird wieder zu einer knappen Ressource.

Quellen