Vibe-Coding baut schnell Apps, aber keine Security mit ein
TL;DR
Bob Starr baute mit Vibe-Coding die Website Boomberg, die US-Steuergeldflüsse an Tech-Unternehmen sichtbar machen sollte, und stellte sie direkt online. Monate später entdeckte er ein verstecktes SQL-Injection-Risiko: Angreifer hätten potenziell Daten lesen oder verändern können, auf die sie keinen Zugriff haben sollten. Starr nennt den Fehler selbst einen klaren blinden Fleck beim Lernen der neuen Technologie und warnt, dass andere denselben Fehler machen dürften.
Nauti's Take
Vibe-Coding ist nicht das Problem. Das Problem ist der Moment, in dem ein hübscher Prototyp wie ein belastbares Produkt behandelt wird.
Wer mit AI eine App live stellt, braucht mindestens einen Security-Basischeck: Input-Validierung, Auth-Regeln, Datenbankrechte, Secrets, Logging. Sonst ist die Geschwindigkeit nur geliehene Zeit, bis der erste echte Nutzer oder Angreifer das System anders benutzt als der Prompt es vorgesehen hat.
Einordnunganzeigen
Der Fall zeigt das Kernproblem der neuen No-Code-plus-AI-Welle: Apps sehen schnell fertig aus, aber unsichtbare Risiken bleiben für Anfänger schwer erkennbar. Wenn AI Code schreibt, übernimmt sie nicht automatisch Verantwortung für Threat Modeling, Datenzugriffe oder sichere Queries. Genau dort entsteht die gefährliche Lücke zwischen Prototyp und Produkt.