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US-Regierung meldet 3.611 KI-Projekte – Transparenz bleibt dünn

TL;DR

Das OMB nennt 3.611 aktive oder geplante AI-Anwendungen in US-Bundesbehörden, rund 70 Prozent mehr als in der letzten Biden-Liste. Die Beispiele reichen von Palantir-Prüfungen bei HHS-Förderanträgen über Risikobewertungen für neue Gefängnisinsassen bis zu AI-Unterstützung an der Veterans Crisis Line. Besonders heikel: Das Energieministerium testet AI für Reaktionen auf potenzielle nukleare Sicherheitsvorfälle, während ein State-Department-Projekt zur Vorhersage von Massengewalt beendet wurde.

Nauti's Take

Eine Inventarliste mit 3.611 AI-Fällen klingt nach Transparenz. In dieser Form ist sie eher ein Warnsignal: Wer nur Ein-Satz-Beschreibungen veröffentlicht, ersetzt Kontrolle durch Vertrauen auf Zuruf.

Gerade bei Gefängnissen, Krisentelefonen und Reaktorsicherheit reicht das nicht. Vor jedem Hochrisiko-Einsatz gehören Folgenabschätzung, öffentliche Kommentierung, menschlicher Widerspruch und klare Haftung auf den Tisch.

Einordnunganzeigen

AI in Behörden ist nicht automatisch falsch: Übersetzung, Triage oder Frühwarnsysteme können Menschen schneller helfen. Gefährlich wird es, wenn Bürger nicht erfahren, wann Maschinen mitentscheiden, wie Risiken geprüft wurden und wer Einspruch ermöglicht. Dann entsteht Verwaltungsmacht ohne nachvollziehbare Rechenschaft.

Quellen