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TikToks KI-Werberegeln versagen in der Praxis

TL;DR

TikToks Werberichtlinien schreiben vor, dass KI-generierte Anzeigen als solche gekennzeichnet werden müssen – doch die Durchsetzung scheitert in der Praxis.

Key Points

  • Samsung hat mehrere Videos über seine TikTok-Accounts geteilt, die mit generativer KI erstellt wurden, ohne ein entsprechendes KI-Label zu setzen.
  • Das Kleingedruckte der Anzeigen enthält die nötige Offenlegung oft nicht – selbst bei Unternehmen, die öffentlich KI-Transparenz befürworten.
  • Nutzer haben keine verlässliche Möglichkeit zu erkennen, ob Werbeinhalte synthetisch generiert wurden, wenn Labels fehlen.

Nauti's Take

Es ist ein offenes Geheimnis: Plattformrichtlinien zur KI-Kennzeichnung sind oft PR-getrieben und kaum durchgesetzt. TikTok hat die Regel, aber offensichtlich weder die technischen Mechanismen noch den kommerziellen Willen, sie konsequent anzuwenden – schließlich bringen KI-Anzeigen Geld.

Samsung ist hier kein Einzelfall, sondern symptomatisch für eine Branche, die Transparenz gerne propagiert, aber ungern praktiziert. Solange keine regulatorischen Sanktionen drohen, wird sich daran wenig ändern.

Die EU-KI-Verordnung könnte hier Zähne zeigen – wenn sie denn auch auf Werbeinhalte konsequent angewendet wird.

Quellen