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Therapeutin beschreibt, warum Patienten ChatGPT und Claude mit in die Sitzung bringen

TL;DR

Sarah Darghouth beschreibt, wie Patientinnen und Patienten ChatGPT bereits als Therapie-Partner nutzen: für Trennungsentscheidungen, Streit-Schlichtung und schnelle emotionale Einordnung. Die Psychologin warnt vor realen Risiken: KI kann Angst verstärken, falsche Infos liefern, Isolation fördern und in Extremfällen Wahnvorstellungen oder suizidales Denken verschärfen.

Nauti's Take

Das Starke an Darghouths Text ist die Ehrlichkeit: KI wird nicht als Heilsversprechen verkauft, aber auch nicht reflexhaft abgewertet. Genau da liegt die unbequeme Realität.

Viele Menschen wollen nicht erst nächste Woche einen Termin, sondern jetzt einen Satz, der Ordnung schafft. Die Gefahr ist, dass diese saubere Ordnung mit Heilung verwechselt wird.

Therapie darf langsam, widersprüchlich und unpraktisch bleiben, gerade weil Menschen nicht wie Support-Tickets funktionieren.

Einordnunganzeigen

Der Text ist relevant, weil er die KI-Therapie-Debatte aus der Praxis erzählt statt aus Produktlogik. Darghouth macht klar: Chatbots sind nicht nur Spielerei, sondern kommen bereits in echte Therapieräume hinein. Die offene Frage ist nicht, ob Menschen KI dafür nutzen, sondern wie Therapie damit umgeht, ohne Nähe, Verantwortung und Grenzen zu verwischen.

Quellen