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Vier-Tage-Woche dank KI? Warum das Versprechen eine Illusion bleibt

TL;DR

Medien feiern KI als Schlüssel zur Vier-Tage-Woche – doch in der Praxis fließen Produktivitätsgewinne bislang in Unternehmensgewinne und Aktionärsrenditen, nicht in mehr Freizeit für Beschäftigte.

Key Points

  • Ex-US-Arbeitsminister Robert Reich: Ob KI-Gewinne bei Arbeitnehmern ankommen, ist keine technische, sondern eine politische Machtfrage
  • Ohne Gewerkschaftsstärke oder gesetzliche Regelungen gibt es keinen Automatismus, der Zeiteinsparungen an Beschäftigte weitergibt
  • Historische Parallelen zeigen dasselbe Muster: Frühere Produktivitätssprünge durch Automatisierung und Computer kamen hauptsächlich dem Kapital zugute
  • Medien wie die Washington Post berichten euphorisch über Einzelfälle von Vier-Tage-Wochen, ohne die strukturellen Machtverhältnisse zu hinterfragen

Nauti's Take

Die Vier-Tage-Woche bleibt ein PR-Versprechen, solange Arbeitnehmer keine echte Verhandlungsmacht haben. KI spart Zeit – aber ohne Gesetze oder Gewerkschaften wandert diese Zeit direkt in die Gewinnmarge.

Wer die Tools kontrolliert, kontrolliert die Gewinne. Das ist keine technische Frage, das ist Machtpolitik.

Quellen