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Richard Dawkins und die Frage nach AI-Bewusstsein | Leserbriefe

TL;DR

Salley Vickers und Carrie Eckersley antworten auf einen Brief zu Richard Dawkins und seinen Gespraechen mit AI-Bots. Vickers begruesst Dr. Simon Nieders Widerlegung der Idee, dass AI-Antworten echtes Bewusstsein zeigen. Sie verweist auf John Ruskins Konzept des pathetic fallacy — die menschliche Neigung, Bewusstsein auf andere Dinge zu projizieren. Kinder reden mit Stofftieren, Wordsworth schrieb Bergen Gefuehle zu — beides harmlos.

Nauti's Take

Die Debatte ist überfällig — wenn sogar Dawkins AI Bewusstsein zuschreibt, zeigt sich, wie schnell selbst kritische Köpfe in den pathetic fallacy rutschen. Die Chance: AI-Limits werden endlich nüchtern diskutiert, jenseits von Hype und Untergang.

Der Haken: Wer LLM-Output mit echtem Bewusstsein verwechselt, überschätzt die Technik systematisch und trifft schlechtere Entscheidungen — in Bildung, Therapie, Recht. Bleib skeptisch, wenn jemand sagt: aber es klingt so menschlich.

Quellen