Prestige-Karriere unter Druck: Wie KI die Junior-Jobs der Berater frisst
TL;DR
Alice Lassman beschreibt, wie AI den alten Deal der Eliteberatung zerlegt: zwei harte Jahre bei McKinsey, Bain oder BCG sollten früher ein belastbares Sprungbrett in Top-Jobs sein. Junior-Analysten lernen laut Artikel weniger durch eigenes Durchdenken, weil interne Tools wie BCG Deckster, Bain Sage oder McKinsey Lilli Recherche, Decks und Synthese schneller vorlegen.
Nauti's Take
Der Artikel trifft einen wunden Punkt: Prestige war nie nur Gehalt, sondern ein Versprechen auf Verdichtung. Viel Druck, viel Feedback, viel Kundennähe, danach mehr Optionen.
Wenn AI die Drecksarbeit übernimmt, verschwindet auch der Lernschmutz. Das schnellere-Hochschieben-Narrativ klingt nach Partner-PR, solange die echte Rolle für Juniors aus Output-Pipeline, Qualitätskontrolle und weniger Exit-Chancen besteht.
Wer heute Karriere plant, sollte Prestige weniger als Marke lesen und härter fragen: Wo baue ich nachweisbar Urteil, Kundenverständnis und echte technische Handlungsfähigkeit auf?
Einordnunganzeigen
Das ist mehr als ein Consulting-Problem. Viele Prestige-Karrieren waren eigentlich Ausbildungsmaschinen: junge Leute bekamen harte Aufgaben, Feedback und Statussignale. Wenn AI die Lernarbeit frisst, bleibt ein Loch zwischen Uni und echter Urteilskraft.
Firmen sparen kurzfristig Zeit, riskieren aber langfristig eine Generation ohne saubere Meisterlehre.