OpenAI streicht Experimente und fokussiert sich aufs Geldverdienen
TL;DR
OpenAI hat im letzten Jahr zahlreiche Experimente gestartet: Videoplattform, Shopping-Portal, sogar KI-Erotik. Jetzt fokussiert sich das Unternehmen klar auf Umsatzwachstum.
Key Points
- CEO Sam Altman hatte das Erotik-Feature im Oktober angekündigt, nachdem die Zeit, die Nutzer auf ChatGPT verbringen, gesunken war.
- In Tests scheiterte das Feature laut Financial Times daran, Verweise auf Tierquälerei und Inzest zuverlässig zu entfernen.
- OpenAI zieht sich von riskanten Consumer-Features zurück und priorisiert Business-Tools – genau dann, wenn Anthropic den Druck erhöht.
- Geschäftskunden wollen Text generieren und Agenten-Pipelines bauen, keine erotischen Chatbot-Spielereien.
Nauti's Take
Es ist bemerkenswert, dass OpenAI überhaupt so weit gegangen ist – ein Erotik-Feature anzukündigen, das dann an der eigenen Moderations-KI scheitert, ist keine glorreiche Geschichte. Der eigentliche Punkt dahinter war verzweifelt: sinkende Nutzungszeiten kurz vor einem IPO sind ein Problem, das man nicht mit schlechten Features löst.
Die Konzentration auf Agent-Workflows und Enterprise-Tools ist strategisch richtig, hätte aber früher kommen müssen. Wer beim nächsten Hype-Feature-Ankündigungszyklus noch mitmacht, sollte genau hinschauen, was davon je live geht.