OpenAI holt Noam Shazeer und zieht die Character.AI-Kritik mit ins Haus
TL;DR
OpenAI holt Noam Shazeer, Mitgründer von Character.AI und zuletzt Gemini-Co-Lead bei Google. Shazeer kündigte den Wechsel auf X an; Sam Altman begrüßte ihn öffentlich. Brisant ist die Vorgeschichte: Character.AI steht nach Klagen zu Teenager-Suiziden, Selbstverletzung und psychischen Krisen durch Chatbot-Beziehungen unter massivem Druck. Futurism rahmt die Personalie als Warnsignal. Shazeer führte Character.AI noch während des Falls Sewell Setzer III; OpenAI kämpft selbst mit Sicherheits- und Wrongful-Death-Klagen.
Nauti's Take
Top-Talent einkaufen ist leicht. Schwerer ist, die Produktnarben mitzukaufen und daraus echte Guardrails zu bauen.
Wer Chatbots in emotionale Nähe bringt, kann sich nicht hinter Use-Case-Offenheit verstecken und hoffen, dass Safety später nachzieht.
Einordnunganzeigen
Die Personalie zeigt, wie niedrig der Karrieredruck in der AI-Spitze trotz realer Schadensvorwürfe bleibt. Für OpenAI ist das mehr als ein Reputationsrisiko: Wer Chatbots als emotionale Begleiter baut, braucht Führungskräfte, die Sicherheit nicht erst nach Klagen ernst nehmen. Genau diese Lücke macht den Fall politisch und regulatorisch relevant.