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OpenAI holt Character.AI-Mitgründer trotz schwerer Sicherheitsvorwürfe

TL;DR

OpenAI hat Noam Shazeer eingestellt, Mitgründer von Character.AI und zuletzt Co-Lead von Gemini bei Google. Futurism rahmt den Wechsel als heikel, weil OpenAI selbst mit Sicherheits- und Wrongful-Death-Klagen rund um ChatGPT konfrontiert ist. Character.AI steht seit 2024 wegen Fällen unter Druck, in denen Minderjährige nach intensiven Chatbot-Beziehungen in schwere Krisen geraten oder durch Suizid gestorben sein sollen. Eine zentrale Klage betrifft den 14-jährigen Sewell Setzer III.

Nauti's Take

Das wirkt wie ein klassischer Silicon-Valley-Reflex: Talent schlägt Verantwortung, solange das Produktwachstum groß genug ist. OpenAI kann Shazeer natürlich wegen echter technischer Stärke holen, aber dann muss das Unternehmen auch erklären, welche Lehren es aus Character.

AI zieht. Ohne sichtbare Safety-Governance bleibt die Botschaft brutal schlicht: Wer riskante AI-Produkte skaliert, fällt nach oben.

Einordnunganzeigen

Der Personalwechsel zeigt, wie wenig die AI-Branche ihre Anreizsysteme nach schweren Sicherheitsvorwürfen tatsächlich ändert. Wer Companion-Systeme baut, schafft keine neutrale Suchmaschine, sondern soziale Oberflächen mit Bindung, Abhängigkeit und Risiko. Genau deshalb wird die Frage nach Verantwortung nicht kleiner, nur weil ein Entwickler technisch brillant ist.

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