Grammarlys KI-Feature nutzte fremde Identitäten – Journalistin klagt jetzt
TL;DR
Grammarly nutzte monatelang die Identitäten echter Journalisten und Experten für sein KI-Feature 'Expert Review' – ohne deren Zustimmung.
Key Points
- Journalistin Julia Angwin reichte eine Sammelklage ein, nachdem sie durch Kollege Casey Newton erfuhr, dass ihr Name und ihre Identität kommerziell verwendet wurden.
- Die Klage richtet sich gegen Superhuman (Grammarlys Muttergesellschaft) und beruft sich auf Gesetze zum Schutz von Persönlichkeitsrechten und Publicity Rights.
- The Verge hatte das Feature bereits früher aufgedeckt – darunter auch eigene Redaktionsmitglieder als unfreiwillige 'Experten'.
Nauti's Take
Grammarly hat hier ein klassisches Dark Pattern auf Steroiden gebaut: echte Namen, echte Reputation – aber keine echte Zustimmung. Das ist kein Versehen, das ist ein Geschäftsmodell.
Besonders pikant: Unter den 'Experten' waren Journalisten, die über Tech berichten – also genau die Leute, die sowas aufdecken. Das rächt sich.
Und das Argument 'wir wollten nur die Qualität verbessern' zieht nicht, wenn man dafür fremde Identitäten kommerziell verwertet.