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Medizinregistergesetz: Experten warnen vor Re-Identifizierung per Krankenkassennummer

TL;DR

Die Bundesregierung will mit dem Medizinregistergesetz rund 350 Gesundheitsdaten-Register vereinheitlichen und für Forschung leichter nutzbar machen. In einer Anhörung im Gesundheitsausschuss kritisierten Sachverständige schwache Informationspflichten, begrenzte Widerspruchsrechte und mögliche Konflikte mit DSGVO und Verfassung. Besonders heikel ist die Verknüpfung über Pseudonyme auf Basis der Krankenversichertennummer.

Nauti's Take

Gesundheitsdaten sind kein hübscher Trainingskorpus mit Datenschutz-Deko. Wer KI auf Registerdaten bauen will, braucht eine Trust-Architektur, die Re-Identifizierung praktisch verhindert und Widersprüche sauber durchsetzt.

Sonst entsteht kein Forschungsschub, sondern ein lebenslanges Haftungs- und Vertrauensproblem.

Einordnunganzeigen

Medical registries can improve research, but they collect highly sensitive data across decades. If patients cannot clearly see who uses their data and for what purpose, research infrastructure turns into loss of control. The debate shows that digital health policy needs more than access to data: it needs enforceable rights, technical separation, and serious oversight.

Quellen