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Marken werben mit synthetischen Influencern ohne klare KI-Kennzeichnung

TL;DR

Eine Guardian-Recherche zeigt, dass Marken AI-generierte Influencer in Social-Posts einsetzen, die wie echte Kundenerfahrungen wirken. Für Nutzer ist oft nicht erkennbar, dass die Personen nicht real sind. Genannte Beispiele sind die Foto-App Once, die Hausplanungs-App Maket und die Modemarke Ashle. Reality Defenders stufte Inhalte von Once als wahrscheinlich AI-generiert ein; Ashle löschte nach Anfrage mehrere Bilder.

Nauti's Take

Das ist der nächste logische Schritt nach UGC-Marketing: erst sah Werbung aus wie Alltag, jetzt wird der Alltag gleich mitgeneriert. Makets Erklärung klingt nach typischem Testballon-PR: kleine Experimente, keine Kernstrategie, alles nur Creative Learning.

Für Marken ist das bequem, für Nutzer aber toxisch, weil Vertrauen zur renderbaren Ressource wird. Die ehrliche Mindestregel wäre simpel: Wenn die Person nicht existiert, muss das sichtbar dranstehen.

Einordnunganzeigen

Das Problem ist nicht nur, dass Marken günstigere Werbemittel bauen. Sie simulieren soziale Beweise: angebliche Bräute, Kundinnen oder Unboxing-Momente, die wie echte Empfehlungen wirken. Wenn solche Inhalte nicht markiert werden, verschiebt sich Influencer-Marketing von übertriebener Inszenierung zu industriell skalierter Täuschungsnähe.

Quellen