Kreative jubeln: UK dreht beim KI-Urheberrecht auf Druck der Branche um
TL;DR
Die britische Regierung hat ihre Pläne zurückgezogen, KI-Unternehmen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke ohne Erlaubnis zu erlauben.
Key Points
- Technologieministerin Liz Kendall erklärte, es gebe keine 'bevorzugte Option' mehr bei der Urheberrechtsreform.
- Zuvor hatte die Regierung ein Opt-out-Modell favorisiert, bei dem Rechteinhaber aktiv widersprechen mussten.
- Schauspieler, Musiker und Autoren begrüßten den Kurswechsel nach massivem Widerstand aus der Kreativbranche.
Nauti's Take
Ein seltener Moment: Die Kreativen haben gewonnen – zumindest vorerst. Das ursprüngliche Opt-out-Modell war industriefreundlich bis zur Dreistigkeit und hätte Jahrzehnte kreativer Arbeit faktisch zur freien Ressource für Tech-Konzerne gemacht.
Dass Liz Kendall jetzt 'keine bevorzugte Option' mehr hat, klingt diplomatisch, ist aber ein klarer Rückzug. Was jetzt fehlt, ist ein konkreter Alternativvorschlag – ohne den bleibt dieser Sieg für Kreative halbgar.
Die eigentliche Frage, wie faire Vergütung für KI-Training aussehen soll, ist weiterhin unbeantwortet.
Hintergrund
Das Opt-out-Modell war für Kreative ein Albtraum: Wer nicht aktiv widersprach, hatte verloren. Der Rückzieher zeigt, dass organisierter Widerstand aus der Kreativbranche politisch wirksam sein kann. Gleichzeitig bleibt unklar, welche Regelung stattdessen kommen soll – die Rechtslage für KI-Training in Großbritannien ist damit weiter offen.
Für KI-Unternehmen, die auf britische Datenquellen setzen, bedeutet das Unsicherheit auf unbestimmte Zeit.