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KI könnte Jobs nicht ersetzen, sondern in schlechter bezahlte Gig-Arbeit zerlegen

TL;DR

Klarna ist der Aufhänger: Erst ersetzte ein Chatbot viele Service-Jobs, dann kamen Menschen zurück, aber eher in einem Uber-ähnlichen Modell statt als stabile Vollzeitkräfte. Der Guardian beschreibt AI nicht nur als Jobkiller, sondern als Werkzeug, mit dem Firmen Aufgaben zerlegen und Arbeit stärker an Freelancer, Plattformkräfte und befristete Auftragnehmer auslagern können.

Nauti's Take

Das ist der Teil der AI-Debatte, der in Demo-Videos kaum vorkommt: Nicht jeder wird durch einen Bot ersetzt, aber viele könnten in schlechtere Verträge gedrückt werden. Die gefährliche Formel lautet: AI erledigt die einfachen Fälle, Menschen bekommen den Rest, aber ohne die Rechte eines normalen Jobs.

Wenn Politik und Gewerkschaften hier erst reagieren, wenn die Plattformlogik schon Standard ist, wird es für viele Büro- und Wissensjobs zu spät.

Einordnunganzeigen

Die eigentliche Verschiebung liegt nicht nur darin, ob AI einen Job vollständig ersetzt. Gefährlicher ist, wenn Vollzeitstellen in einzelne Tasks zerlegt werden und damit Lohnfortzahlung, Mindestlohn, Sozialleistungen, Planbarkeit und Mitbestimmung verschwinden. AI kann so als Produktivitätsversprechen verkauft werden, während das Geschäftsrisiko auf Arbeiter abgewälzt wird.

Quellen