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KI-geschönte Wohnungsfotos verkaufen Mietern Wohnungen, die es so gar nicht gibt

TL;DR

The Verge beschreibt, wie AI-gestylte Wohnungsanzeigen in New York aus kleinen, kaputten Studios plötzlich helle Traumwohnungen machen. Joyce besichtigte ein angeblich luftiges Manhattan-Studio mit Kamin, fand vor Ort aber eine deutlich kleinere Wohnung ohne Kamin und mit defektem Herd. Makler nutzen Tools wie ChatGPT, Stuccco oder BoxBrownie, um Räume digital einzurichten oder moderner wirken zu lassen. Seriöse Nutzung kann helfen, Potenzial zu zeigen; problematisch wird es, wenn Bilder Grundriss, Zustand oder Ausstattung beschönigen.

Nauti's Take

Das ist kein harmloser Deko-Filter, wenn Menschen dafür Termine verschieben, Geld ausgeben und Hoffnung in eine Wohnung stecken, die so nicht existiert. Virtuelles Staging sollte nur erlaubt sein, wenn Originalbilder danebenstehen und jede Veränderung klar markiert ist.

Alles andere ist nicht Innovation im Immobilienmarkt, sondern automatisierte Schönfärberei in einem Markt, der ohnehin zu wenig Rechenschaft kennt.

Einordnunganzeigen

AI macht aus ohnehin stressiger Wohnungssuche ein noch asymmetrischeres Spiel. Wer wenig Zeit hat, läuft Besichtigungen hinterher, die auf Bildern besser, größer oder sauberer wirken als real. Das Problem ist nicht virtuelles Staging an sich, sondern fehlende Kennzeichnung und der Anreiz, knappe Wohnungen mit Fantasie-Optik aufzuwerten.

Quellen