ChatGPT-Sucht im Alltag: Wenn KI-Abhängigkeit die eigene Denkfähigkeit ersetzt
TL;DR
Ein Guardian-Leserin sorgt sich um ihren Freund, der zu den Top-0,3-Prozent der ChatGPT-Nutzer weltweit gehört und das Tool für buchstäblich alles einsetzt – selbst für Zugfahrpläne, obwohl spezialisierte Apps genauer wären.
Key Points
- Der 44-Jährige mit ADHS hat KI als Arbeitswerkzeug entdeckt, doch die Nutzung ist längst in alle Lebensbereiche übergegangen.
- Die Kolumnistin Annalisa Barbieri sieht darin ein wachsendes gesellschaftliches Phänomen: Übermäßige KI-Abhängigkeit kann das selbstständige Denken und Problemlösen dauerhaft schwächen.
Nauti's Take
Ein Hammer ist auch kein Ersatz fürs Nachdenken. ChatGPT für Zugzeiten zu fragen statt die Bahn-App zu nutzen, ist keine Produktivität – es ist Bequemlichkeit, die sich als Effizienz verkleidet.
KI-Tools sollen die Kognition erweitern, nicht ersetzen. Wer das nicht unterscheidet, verliert langfristig genau die Fähigkeiten, die ihn als Mensch unersetzlich machen.