ICE rüstet mit Palantir, Anduril und Datenbrokern massiv zur Hightech-Überwachung auf
TL;DR
Ein neuer Bericht von Mijente, Just Futures Law und Surveillance Resistance Lab analysiert ICE- und CBP-Verträge mit 11 Überwachungsfirmen seit 2013. Die zugesagten Mittel stiegen von 2024 auf 2025 auf gut 310 Mio. Dollar und erreichten 2026 mit 513 Mio. Dollar einen Rekordwert. Treiber sind große Verträge mit Palantir und Anduril, dazu Tools für Datenbroker, Gesichtserkennung, Social-Media-Scraping, Handy-Forensik, Drohnen und Grenztürme.
Nauti's Take
Die Zahl von 513 Mio. Dollar ist der auffällige Teil. Der wichtigere Teil ist die Architektur dahinter: Datenbroker liefern Alltagsdaten, AI-Systeme sortieren Menschen, Behörden koppeln das an Durchsetzung.
Wer AI nur als Produktivitätswerkzeug betrachtet, übersieht diese staatliche Seite. Hier wird nicht nur automatisiert, hier wird Macht operationalisiert.
Einordnunganzeigen
Das Thema ist größer als Immigration Enforcement: Hier entsteht eine staatlich finanzierte AI-Überwachungsindustrie mit schwacher öffentlicher Kontrolle. Wenn Datenbroker, Gesichtserkennung, Drohnen und Analyseplattformen zusammengeführt werden, verschiebt sich Macht von klaren Ermittlungsanlässen hin zu permanenter Auffindbarkeit. Besonders heikel ist, dass öffentliche Förderprogramme die Anbieter mit aufbauen.