Grammarly’s sloppelganger saga
TL;DR
Grammarly wollte sich als KI-Unternehmen neu erfinden und benennt sich in 'Superhuman' um – angelehnt an das KI-E-Mail-Tool Superhuman Mail, das Grammarly zuvor übernommen hatte.
Key Points
- Problem: Es gibt bereits eine bekannte und gut finanzierte E-Mail-App namens Superhuman (superhuman.com) – ein völlig anderes Unternehmen.
- Die Verwechslungsgefahr war sofort riesig: zwei KI-Produkte, beide mit 'Superhuman', beide im E-Mail-Bereich.
- Der Rebrand wurde nach öffentlichem Spott und Verwirrung still zurückgezogen – Grammarly bleibt vorerst Grammarly.
Nauti's Take
'Superhuman' als neuer Firmenname für Grammarly war von Anfang an eine schlechte Idee – nicht nur wegen des Namensklaus, sondern weil er generisch, aufgeblasen und austauschbar klingt. Wer sich 'Superhuman' nennt, muss liefern, und Grammarlys Produkte waren zuletzt eher mittelmäßig als überragend.
Der Rückzieher war das Richtige, aber der Schaden ist angerichtet: Man hat öffentlich demonstriert, dass die Strategie wackelt. Rebranding als Flucht nach vorne funktioniert nicht, wenn das Fundament noch nicht steht.