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Grammarly schaltet Feature ab: KI gab sich als echte Autoren aus

TL;DR

Grammarly hat sein Feature 'Expert Review' deaktiviert, das KI-generiertes Feedback im Namen echter Autoren, Wissenschaftler und Blogger ausgespielt hat – ohne deren Wissen oder Zustimmung.

Key Points

  • Die Funktion wurde im August gestartet und nutzte 'öffentlich verfügbare Informationen aus LLMs von Drittanbietern' – ein Euphemismus für potenziell illegales Web-Scraping.
  • Lebende wie verstorbene Persönlichkeiten erschienen als scheinbare Feedback-Geber, von Bestsellerautoren bis Tech-Bloggern.
  • Grammarly behauptete, die Nennung diene nur 'Informationszwecken' und impliziere keine Zusammenarbeit – eine Formulierung, die rechtlich kaum standhält.

Nauti's Take

'Öffentlich verfügbare Informationen' ist der neue Lieblingssatz der KI-Branche, wenn man eigentlich sagen müsste: Wir haben es einfach genommen. Dass Grammarly – ein Unternehmen, das vom Vertrauen in Schreibkompetenz lebt – ausgerechnet fremde Namen für KI-Output missbraucht, ist nicht nur rechtlich riskant, sondern brandgefährlich für die eigene Glaubwürdigkeit.

Das stille Abschalten ohne Entschuldigung ist das Schuldeingeständnis, das keine PR-Abteilung gerne formuliert.

Quellen