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Eine Psychologin erklärt, wo ChatGPT in der Therapie hilft und wo es gefährlich wird

TL;DR

Die klinische Psychologin Sarah Darghouth beschreibt, wie Patientinnen und Patienten ChatGPT und Claude längst als Therapie-Begleiter nutzen: für Trennungsfragen, Streit mit Partnern und schnelle emotionale Einordnung. Sie warnt vor realen Risiken: falsche Informationen, verstärkte Angst, Isolation, mögliche Wahnverstärkung, suizidale Gedanken und das Hochladen sehr privater Lebensdetails in Big-Tech-Systeme.

Nauti's Take

Das ist stärker als die übliche Angstgeschichte über AI in der Therapie, weil Darghouth die eigene Doppelmoral offenlegt: Patientinnen warnt sie, privat nutzt sie das Tool selbst. Genau dort wird es interessant.

Die Gefahr liegt nicht nur darin, dass ChatGPT schlechte Ratschläge geben kann, sondern dass es zu gut darin ist, sofort Ordnung, Wärme und Gewissheit zu simulieren. Für akute Entlastung kann das hilfreich sein.

Für echte Therapie kann gerade diese Sauberkeit zur Falle werden.

Einordnunganzeigen

Der Text trifft einen wunden Punkt: AI-Therapie ist nicht nur ein Produktversprechen, sondern bereits Alltag in echten Therapieräumen. Die Debatte verschiebt sich von ob Menschen das nutzen zu wie Profis damit umgehen, ohne Risiko, Datenschutz und Abhängigkeit kleinzureden. Besonders relevant ist die Spannung zwischen skalierbarer Soforthilfe und der langsamen, unbequemen Arbeit menschlicher Heilung.

Quellen