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DoorDash lässt Gig-Worker KI-Trainingsdaten erstellen – gegen Bezahlung

TL;DR

DoorDash führt ein neues Feature namens 'Tasks' ein, mit dem Dashers zwischen Lieferungen oder in ihrer Freizeit kleine Aufgaben erledigen können. Beispiele: Fotos von Restaurantgerichten machen oder kurze Videos in Nicht-Englisch-Sprachen aufnehmen – alles für das Training von KI- und Robotik-Modellen. Die gesammelten Daten nutzt DoorDash sowohl für eigene KI-Modelle als auch für Partner aus Einzelhandel, Versicherung, Gastgewerbe und Tech.

Nauti's Take

Das Modell ist clever, aber es sollte niemanden überraschen: Gig-Plattformen haben schon immer das Prinzip 'bezahl wenig, erhalte viel' perfektioniert. Jetzt wird dasselbe auf KI-Datenlabeling ausgeweitet.

Schöne neue Welt, in der dein Essenslieferant nebenbei Trainingsdaten für den Roboter produziert, der ihn eines Tages ersetzen könnte. DoorDash nennt es 'Tasks' – man könnte es auch 'cleveres Outsourcing von KI-Kosten an die eigene Belegschaft' nennen.

Abwarten, was die Bezahlung wirklich wert ist.

Einordnunganzeigen

DoorDash verwandelt seine bestehende Gig-Worker-Infrastruktur in eine skalierbare Datenbeschaffungsmaschine für KI-Training. Das ist strategisch clever: Anstatt teure spezialisierte Labeling-Dienste zu beauftragen, nutzt das Unternehmen eine bereits vorhandene, geografisch verteilte Workforce. Gleichzeitig entsteht ein neues Abhängigkeitsverhältnis – Dashers werden nicht nur als Lieferkräfte, sondern auch als Datenanbieter positioniert.

Wie hoch die tatsächliche Vergütung ausfällt und ob sie fair ist, bleibt vorerst unklar.

Quellen