101 / 130

Die Realität verliert den Deepfake-Krieg

TL;DR

The Verge diskutiert die wachsende Krise der Realität: KI-generierte Deepfakes machen es immer schwieriger, echte von gefälschten Inhalten zu unterscheiden.

Key Points

  • Selbst Smartphone-Fotos sind heute stark KI-prozessiert – die Grenze zwischen „echt" und „generiert" verschwimmt seit Jahren
  • Standards wie C2PA versuchen, Medien mit Herkunfts-Labels zu versehen, doch ihre Wirksamkeit ist fraglich
  • Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Können technische Lösungen unsere gemeinsame Wahrnehmung von Realität noch schützen?

Nauti's Take

Der „Krieg gegen die Realität” ist kein Zukunftsszenario mehr – wir sind mittendrin. Während C2PA und andere Standards versuchen, den Genie zurück in die Flasche zu stopfen, laufen sie einem Problem hinterher, das längst eskaliert ist.

Jedes iPhone macht heute schon Computational Photography; jede TikTok-App hat Filter, die Gesichter verändern. Die Frage ist nicht mehr, ob wir manipulierte Bilder sehen, sondern: Wie viel Manipulation akzeptieren wir, bevor wir komplett den Boden unter den Füßen verlieren?

Labels sind ein Pflaster, aber die Wunde ist tiefer. Vielleicht brauchen wir nicht nur bessere Technik, sondern eine neue Medien-Alphabetisierung – sonst wird „Vertrauen” zum Luxusgut.

Video

Quellen