Coherent baut Texas-Fab aus und liefert NVIDIAs optisches KI-Rückgrat
TL;DR
Coherent hat am 16. Juni 2026 den Ausbau seiner Fertigung in Sherman, Texas, gestartet. Dort entstehen Laser, optische Komponenten und Verbindungshalbleiter für KI-Datenzentren, Herzstück ist laut Unternehmen die erste 6-Zoll-Indiumphosphid-Fab für Volumenproduktion. Größere Wafer bringen mehr nutzbare Fläche pro Lauf und könnten optische Module günstiger machen.
Nauti's Take
Das ist keine neutrale Nachricht aus dem Nichts, sondern ein NVIDIA-naher Industriebericht mit klarer PR-Handschrift. Trotzdem ist der Kern relevant: Die nächste AI-Welle hängt an sehr physischen Engpässen, nicht nur an Modellarchitekturen.
Wer über AI-Souveränität spricht, muss auch über Laser, Wafergrößen, Jobs in Sherman und Stromverluste zwischen Racks sprechen. Der spannendste Teil ist nicht der Spatenstich, sondern ob 6-inch-InP wirklich schnell genug und günstig genug skaliert.
Einordnunganzeigen
Der Flaschenhals in AI-Rechenzentren wandert vom einzelnen Chip zur Verbindung zwischen vielen Chips. Bei Systemen wie NVIDIA Vera Rubin Ultra NVL576 müssen 576 GPUs über acht Racks als ein System arbeiten, und Kupfer verliert über diese Distanzen an Effizienz. Coherents Ausbau zeigt, warum Photonik, Laser und Lieferketten inzwischen Kernteile der AI-Infrastruktur sind.