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Citi-Analystin: Infrastruktur-Software rückt im AI-Boom stärker in den Fokus

TL;DR

Fatima Boolani, Co-Head of US Software Equity Research bei Citi, sieht Infrastruktur-Software als den interessantesten Bereich im aktuellen AI Trade. Der Kontext ist ein Tech-Selloff: Während Bewertungen unter Druck geraten, richtet sich der Blick stärker auf Anbieter, die Rechenzentren, Daten, Sicherheit, Cloud-Workloads und Entwickler-Stacks absichern. Ihre These: AI-Ausgaben landen nicht nur bei Chips und Hyperscalern, sondern auch bei Software-Schichten, ohne die Unternehmen KI kaum produktiv betreiben können.

Nauti's Take

Der Call ist sinnvoll, aber nicht automatisch ein Freifahrtschein für jeden Infrastruktur-Softwaretitel. Gerade nach einem Selloff klingt 'Place to Be' schnell nach elegant verpacktem Dip-Buying.

Substanz haben nur Anbieter, die zeigen können, dass KI ihre Net Revenue Retention, Nutzungsmetriken oder Vertragsgrößen real verbessert. Wer nur AI in die Folien schreibt, bleibt Teil des Problems, nicht der Lösung.

Einordnunganzeigen

Der AI Trade verschiebt sich von reiner Hardware-Fantasie zu der Frage, wer dauerhaft an KI-Nutzung verdient. Infrastruktur-Software ist dafür plausibel, weil Unternehmen ohne Governance, Security, Datenpipelines, Observability und Cloud-Steuerung keine belastbaren KI-Systeme skalieren. Der wichtige Punkt ist nicht Hype, sondern Budget-Verlagerung: Welche Anbieter werden aus Experimenten wiederkehrende Plattform-Ausgaben machen?

Quellen