Bundesrichter warnt: Das Recht hinkt bei AI-generierten Missbrauchsbildern hinterher
TL;DR
Ein US-Bundesrichter warnt, dass das geltende Recht mit AI-generierten Missbrauchsdarstellungen von Kindern nicht Schritt hält. In seinem Urteil, das ausdrücklich nur für bestimmte Bilder gilt, bittet er den Supreme Court, ältere Präzedenzfälle zu überprüfen, die noch vor den Fortschritten bei generativer AI entstanden sind. Der Fall zeigt, wie weit sich die Technik von den rechtlichen Grundlagen entfernt hat, auf denen die Strafverfolgung in diesem Bereich aufbaut.
Nauti's Take
Dass ein Bundesrichter die Lücke so deutlich benennt, ist eine Chance: Der Gesetzgeber bekommt eine konkrete Vorlage, wo die bestehenden Regeln nicht mehr greifen. Das Risiko liegt im Tempo, denn Präzedenzfälle zu korrigieren dauert Jahre, während generative Modelle monatlich besser werden.
Für Plattformbetreiber und Strafverfolgung heißt das: Auf eine schnelle rechtliche Klärung sollte niemand bauen, eigene Erkennungs- und Meldeprozesse zählen vorerst mehr als der Paragraf.