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Brown-Professor verlegt Prüfung nach Verdacht auf AI-Schummelei zurück in den Hörsaal

TL;DR

Brown-Professor Roberto Serrano stellte nach ungewöhnlich starken Take-home-Midterms auf eine Präsenz-Abschlussprüfung um. Auslöser war der Verdacht, dass viele Studierende KI-Tools genutzt hatten. Von 86 eingeschriebenen Studierenden traten nach der Ankündigung 18 aus dem Kurs aus, neun erschienen nicht zur Abschlussprüfung. Übrig blieben 59 Prüflinge.

Nauti's Take

Das ist kein kleiner Ausreißer, sondern ein Warnsignal mit Ansage. Wer heute Take-home-Klausuren vergibt und KI-Nutzung nur implizit verbietet, baut eine Versuchsanordnung, keine belastbare Prüfung.

Die bessere Antwort ist nicht pauschal zurück ins Prüfungszimmer, sondern klarere Trennung: Was darf mit KI entstehen, was muss live erklärt, verteidigt oder ohne Tool gelöst werden? Sonst gewinnt am Ende nicht die Kompetenz, sondern die dreisteste Grauzone.

Einordnunganzeigen

Der Fall zeigt, wie schnell Take-home-Prüfungen unter KI-Bedingungen ihre Aussagekraft verlieren können. Es geht nicht nur um Betrug, sondern um Bewertungsdesign: Wenn Aufgaben mit ChatGPT lösbar sind, messen sie oft eher Tool-Zugang, Prompting und Risikobereitschaft als Verständnis. Hochschulen brauchen Prüfungsformen, die KI realistisch einpreisen, statt nur nachträglich zu sanktionieren.

Quellen