Britische Eltern sollen Kinderfotos wegen KI-Missbrauchsrisiko aus dem Netz holen
TL;DR
Die britische National Crime Agency und die Internet Watch Foundation raten Eltern, Kinderfotos nicht öffentlich zu posten, sondern Profile privat zu stellen oder nur Close-Friends-Gruppen zu nutzen. Grund ist der Anstieg KI-generierter Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs: Die IWF fand 2025 insgesamt 8.029 realistische AI-CSAM-Bilder und -Videos, 14 Prozent mehr als im Vorjahr.
Nauti's Take
Die unbequeme Wahrheit: Öffentliches Teilen von Kinderfotos ist nicht mehr dieselbe Handlung wie vor fünf Jahren. AI hat die Schwelle gesenkt, aus normalen Bildern realistisch wirkenden Missbrauch zu erzeugen, ohne Kontakt zum Kind.
Der Rat der Behörden wirkt hart, ist aber pragmatisch: weniger öffentlich posten, alte Bilder aufräumen, Einwilligungen aktiv widerrufen, wo sie nicht mehr passen. Plattformen dürfen sich trotzdem nicht hinter Eltern-Tipps verstecken.
Einordnunganzeigen
Das kippt die alte Logik von Online-Sicherheit: Risiko entsteht nicht erst, wenn ein Kind angeschrieben wird, sondern schon durch öffentlich verfügbare Bilder. Für Eltern, Schulen und Vereine wird Bildfreigabe damit zu einer echten Schutzfrage, nicht zu einer harmlosen Social-Media-Routine.