Baidu-Robotaxis frieren ein: Chaos in Wuhan, Fahrgäste eingeschlossen
TL;DR
Mehrere Dutzend Robotaxis von Baidus Apollo Go blieben am Dienstag mitten auf Straßen in Wuhan stehen und blockierten den Verkehr. Fahrgäste wurden zeitweise in den Fahrzeugen eingeschlossen, andere blieben auf Autobahnen liegen – mindestens ein Unfall wurde gemeldet. Die Polizei Wuhan bestätigte zahlreiche Meldungen und spricht von einem nicht näher definierten 'Systemfehler' als Ursache. Verletzte wurden nach aktuellem Stand nicht gemeldet, die Ermittlungen laufen noch.
Nauti's Take
Wenn Dutzende Robotaxis gleichzeitig einfrieren und Fahrgäste einschließen, ist das kein 'Einzelereignis' – das ist ein Architekturproblem. Baidu hat Apollo Go als Paradebeispiel chinesischer KI-Stärke vermarktet; dieser Vorfall zeigt, dass Skalierung ohne robuste Fallback-Mechanismen gefährlich ist.
Besonders brisant: Die Fahrzeuge stoppten auf Autobahnen – ein Szenario, das bei der Zulassung eigentlich ausgeschlossen sein sollte. Die vage Aussage 'Systemfehler' der Polizei deutet darauf hin, dass Baidu selbst noch keine klare Antwort hat – oder sie nicht herausrücken will.
Einordnunganzeigen
Der Vorfall ist ein seltenes, öffentlich bestätigtes Massenversagen eines kommerziell betriebenen Robotaxi-Flotte und trifft Baidu genau dann, wenn Apollo Go seine Expansion in China aggressiv vorantreibt. Ein gleichzeitiger Ausfall vieler Fahrzeuge deutet auf ein zentrales Software- oder Konnektivitätsproblem hin – kein Einzelfall, sondern ein Systemrisiko. Das wirft grundlegende Fragen zur Ausfallsicherheit autonomer Flotten im realen Stadtverkehr auf, die Regulatoren weltweit beschäftigen werden.