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Australische Musikgrößen landen in KI-Trainingsdatensätzen

TL;DR

Australische Musiker wie Nick Cave, Kylie Minogue, Paul Dempsey, Bernard Fanning, Powderfinger und Jimmy Barnes tauchen laut The Atlantic in Datensätzen auf, die mit KI-Musiktraining verbunden sind. Dempsey fand demnach den kompletten Something-For-Kate-Katalog und seine Solo-Songs. Im Zentrum stehen Sleeping-DISCO-9M mit 9,7 Millionen YouTube-Tracks plus Genius-Lyrics und LAION-DISCO-12M mit 12,3 Millionen YouTube-Tracks.

Nauti's Take

Die AI-Branche verkauft Scraping gern als technische Notwendigkeit. Für Künstler fühlt es sich wie eine nachträgliche Enteignung an: Erst werden Kataloge eingesogen, dann sollen Rechteinhaber beweisen, dass ihr Material relevant war.

Saubere Lizenzierung ist mühsamer als Datensaugen, aber genau dort entscheidet sich, ob generative Musik ein Werkzeug für Kreative wird oder nur ein Kostenkiller für Plattformen.

Einordnunganzeigen

Der Fall zeigt, wie schnell AI-Training alte Lizenzlogiken aushebelt. Musikrechte beruhen auf Zustimmung, Gebiet, Nutzung und Vergütung; Scraping macht daraus eine nachträgliche Beweisfrage. Genau diese Beweislast verschiebt Macht von Künstlern zu Plattformen und Modellanbietern.

Quellen