Amerikaner nutzen KI immer öfter und trauen ihr immer weniger
TL;DR
Pew befragte vom 17. bis 23. Februar 2026 insgesamt 5.119 Erwachsene in den USA. Nur 16 Prozent erwarten, dass AI in den nächsten 20 Jahren positiv auf die Gesellschaft wirkt, 40 Prozent erwarten negative Folgen. Die Nutzung steigt trotzdem stark: 49 Prozent der US-Erwachsenen nutzen AI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Copilot. 2024 waren es 33 Prozent, rund ein Viertel nutzt solche Tools täglich.
Nauti's Take
Das ist ein Warnsignal für die AI-Branche, aber kein Beweis, dass Menschen AI wieder abstellen. Eher entsteht ein widerwilliger Massenmarkt: Viele nutzen die Tools, weil sie praktisch sind oder im Job auftauchen, nicht weil sie der Branche vertrauen.
Genau hier liegt die Lücke zwischen Demo-Hype und echter Akzeptanz. Wer AI verkaufen will, muss weniger Zauber zeigen und mehr Kontrolle, Verlässlichkeit und Grenzen liefern.
Einordnunganzeigen
Die Zahlen zeigen keinen einfachen Techlash gegen ein Nischenprodukt, sondern ein Akzeptanzproblem mitten in der Nutzung. Viele Menschen verwenden Chatbots offenbar, weil sie praktisch, beruflich erwartet oder schwer zu vermeiden sind, nicht weil sie dem größeren AI-Projekt vertrauen. Für Anbieter wird Adoption damit zur schwachen Kennzahl: Nutzung ohne Vertrauen ist kein stabiler Markt.