Altman wollte Anthropic im Pentagon-Streit „retten“ und profitierte selbst
TL;DR
Sam Altman schrieb laut internen Slack-Nachrichten, er versuche seinen Konkurrenten Anthropic im Pentagon-Konflikt zu „retten” – während OpenAI gleichzeitig den verlorenen Pentagon-Vertrag übernahm.
Key Points
- Die Nachrichten decken einen Zeitraum vom 24. Februar bis 2. März ab und zeigen Altmans widersprüchliche Haltung: Friedensstifter nach außen, Profiteur nach innen.
- Privat beschwerte sich Altman, Anthropic-CEO Dario Amodei habe jahrelang versucht, ihn zu untergraben.
- Der Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon war bereits seit dem 14. Februar öffentlich bekannt – Axios hatte zuerst berichtet, dass das Verteidigungsministerium eine Trennung von Anthropic erwog.
Nauti's Take
„Ich rette euch” – und unterschreibe gleichzeitig euren Kundenvertrag. Dieses Muster ist keine Überraschung, aber es ist bemerkenswert offen dokumentiert.
Altmans Doppelrolle als Friedensstifter und Nutznießer in ein und derselben Krise zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Kooperation und Opportunismus in der KI-Branche ist. Amodeis angebliche jahrelange Unterminierungsversuche klingen nach einer Erzählung, die Altman gut gebrauchen kann – ob sie stimmt oder nicht.
Das eigentlich Brisante: Beide Unternehmen kämpfen um staatliche Legitimität, während sie sich hinter den Kulissen heftig befehden.