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AI-Schummelverdacht an Brown: Take-home-Prüfung endet im Präsenzfinale

TL;DR

Brown-Professor Roberto Serrano stellte die Abschlussprüfung in Econ 1170 wieder auf Präsenz um, nachdem Take-home-Midterms auffällig gut ausgefallen waren. Von 86 eingeschriebenen Studierenden meldeten sich nach der Ankündigung 18 ab, neun traten nicht zur Prüfung an. Unter 59 Teilnehmenden gab es drei Nuller. Nur zwei Studierende lagen in der Präsenzprüfung innerhalb von 10 Prozentpunkten ihres Midterm-Ergebnisses; nur eine Person schnitt besser ab.

Nauti's Take

Das ist der unangenehme Teil der KI-Debatte im Bildungsbereich: Nicht jede verdächtige Antwort ist automatisch Betrug, aber ein 96-Prozent-Schnitt mit anschließendem Absturz in Präsenz ist schwer wegzuerklären. Die alte Take-home-Logik ist kaputt, wenn Studierende ohne große Hürde fertige Lösungswege generieren können.

Faire Prüfungen müssen KI entweder offen einbauen oder konsequent so gestaltet sein, dass eigenes Denken geprüft wird.

Einordnunganzeigen

Der Fall zeigt, wie schnell Take-home-Prüfungen unter KI-Bedingungen ihre Aussagekraft verlieren können. Entscheidend ist nicht nur Betrugserkennung, sondern Prüfungsdesign: Wenn Aufgaben mit ChatGPT-ähnlichen Antworten lösbar sind, messen sie eher Tool-Nutzung als Verständnis. Hochschulen brauchen klare Regeln, aber auch Formate, die Denken sichtbar machen.

Quellen