AI-Kennzeichnung wird in der EU Pflicht für täuschend echte Inhalte
TL;DR
Ab Sonntag gilt in der EU eine Kennzeichnungspflicht: Künstlich erzeugte Bilder, Audios und Texte, die authentisch wirken sollen, müssen als solche markiert werden. Unternehmen müssen außerdem sicherstellen, dass Menschen erkennen, wann sie mit AI-generierten Inhalten interagieren. Hintergrund sind die Deepfakes der letzten Jahre, in denen Politiker beim Wahlbetrug, beim Beschimpfen von Mitarbeitenden oder bei peinlichen Tanzeinlagen gezeigt wurden. Die Regeln sollen diese Flut an täuschenden Inhalten eindämmen.
Nauti's Take
Die Chance an dieser Regel ist Vertrauen: Wenn Kennzeichnung zum Standard wird, gewinnen seriöse Anbieter einen Vorteil gegenüber allen, die mit täuschend echten Fakes arbeiten. Der Haken ist die Durchsetzung, denn ausgerechnet die Akteure hinter Desinformation werden sich am wenigsten an ein Label halten.
Für Unternehmen in der EU heißt das konkret: Prozesse und Templates jetzt anpassen, statt auf einen Präzedenzfall zu warten. Wer international publiziert, rollt die Kennzeichnung besser gleich global aus.