AI ist laut Stripe-Ökonom nur ein Teil des US-Produktivitätsschubs
TL;DR
Die US-Produktivität ist zuletzt deutlich gestiegen – die Leistung pro Arbeitsstunde legte im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent zu. AI ist dabei aber nicht der Haupttreiber, zeigt eine Analyse von Ernie Tedeschi, Chefökonom bei Stripe. Der Zuwachs kommt vor allem daher, dass Unternehmen vorhandenes Kapital besser nutzen. In einzelnen Branchen sorgt AI durchaus für spürbare Effizienzgewinne, schlägt bisher aber nicht auf die Makro-Zahlen durch.
Nauti's Take
Die gute Nachricht steckt im Detail: Wenn der Schub vor allem aus besserer Kapitalnutzung stammt, ist das Potenzial von AI noch weitgehend ungehoben – der größere Teil des Zuwachses liegt also noch vor uns. Das Risiko liegt in der Erwartungshaltung: Wer AI-Investitionen mit gesamtwirtschaftlichen Zahlen rechtfertigt, argumentiert derzeit an der Datenlage vorbei.
Für Mittelständler zählt deshalb die eigene Messung – Zeit pro Vorgang statt Makro-Statistik.